Regionales Management von Stoffströmen aus anthropogenen Lagern

Regionales Management von Stoffströmen aus anthropogenen Lagern

Rohstoffe werden aus ihren natürlichen Lagerstätten entnommen und zu Infrastrukturen, Gebäuden und Gütern des täglichen Gebrauchs umgewandelt. In dieser Form verbleiben sie oft lange Zeit und bilden ein anthropogenes Materiallager, das in vielschichtigen Stoffwechselbeziehungen zu seiner Umgebung steht. Damit weisen sie eine Analogie zu natürlichen Rohstoffvorkommen auf.

Ihre Bedeutung als potenzielle Sekundärrohstoffquelle wird zunehmend erkannt. Dabei sind die zurückgewinnbaren und nutzbaren Mengen insbesondere abhängig von den verfügbaren Recyclingtechniken und der Wirtschaftlichkeit eines hochwertigen Recyclings im Vergleich zur Gewinnung und Aufbereitung von Primärrohstoffen. Insbesondere für die Wiedernutzung der mineralischen Fraktionen, die den Großteil dieser Lager ausmachen, sind vor allem regionale Gegebenheiten (z. B. Primärrohstoffvorkommen, Entsorgungskapazitäten) und strukturelle Entwicklungen (z. B. Baustoffbedarf) der einzelnen Regionen entscheidende Faktoren. Entsprechende Ansätze zur effizienten Nutzung dieser Potenziale werden derzeit im Rahmen verschiedener Initiativen und Forschungsprojekte entwickelt.

Voraussetzungen zur Nutzung:

  • Identifikation des vorhandenen Lagerbestandes im Hoch- und Tiefbau, u.a. hinsichtlich der vorhandenen Rohstoffe, deren Mengen und Zusammensetzung sowie der zeitlichen Freisetzung und Dynamik der Veränderung
  • innovative Managementstrategien, basierend auf holistischen Analysen und Bewertungen mit Nachhaltigkeitsansätzen in Verbindung mit den Methoden des Asset Managements (AM)
  • administrative Rahmenbedingungen, die Raum für technische Innovationen lassen
  • selektiver Rückbau des Lagerbestandes und selektive Erfassung der verschiedenen ehemals verbauten Materialarten

Best Practices/Anwendungen/Signale:

Forschungsebene:

Initiativen

Regionale Experten:

  • IWARU an der FH Münster; Profil

Weitere Ausführungen:

Der forsight-Bericht des Frauenhoferinstitus "Auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft" enthält weiterführende Informationen zu regionaler Kreislaufwirtschaft