Manufacturing Execution System (MES)
Das Manufacturing Execution System (MES), im deutschen Raum auch Produktionsleitsystem genannt, dient der Prozessautomatisierung und hilft bei der Lenkung, Steuerung und Kontrolle der Produktion. Es erfasst und beinhaltet alle relevanten Informationen der Betriebsdatenerfassung (BDE), Maschinendatenerfassung (MDE), Personaldaten und alle anderen Prozesse in Echtzeit.
Das MES ist dem ERP-System untergeordnet und bildet die detaillierten Abläufe der Produktion ab. Dazu gehören beispielsweise die Fertigungsablaufplanung für jedes Produkt, der Ressourcenplan und eine Übersicht über die aktuelle Maschinenbelegung während der Fertigung. Zudem erfassen die Systeme Produktions- und Produktdaten für die Qualitätssicherung, bieten Schnittstellen zu Warenwirtschaftssystemen oder enthalten Funktionen für das kaufmännische Reporting.
Manufacturing Execution System© https://pixabay.com/de/photos/roboter-mes-industrie-i4-0-4905201/
Voraussetzungen zur Nutzung
Technisch-organisatorische Voraussetzungen
Ein MES basiert auf einem ganzheitlichen Management von Produktdaten. In der Praxis finden sich aber häufig eine ganze Reihe verschiedener Softwarelösungen, die nicht miteinander verbunden sind – ein automatisierter Datenaustausch ist daher oft nur schwer möglich. Nötig sind daher zu Beginn eine häufig umfangreiche Prozessaufnahme und gegebenenfalls Prozessumstrukturierung. Erst durch die Integration verschiedener IT-Systeme kann eine ganzheitliche IT-Lösung eingeführt werden.
Teamarbeit und entsprechende Mranagement-Ansatz
Die Einführung und Pflege eines MES-Systems sind die Aufgaben des gesamten Unternehmens – hier kann die Verantwortlichkeit nicht auf einen einzelnen Bereich übertragen werden. Daher ist das Management damit zu beauftragen, die Einführung und Pflege unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse voranzutreiben.