Die imposanten Barockbauten sind in Münster unübersehbar: Da wäre unter anderem die sechseckige Clemenskirche und der Erbdrostenhof, entworfen vom berühmten Baumeister Johann Conrad Schlaun. Die Dominikanerkirche wurde von dem Architekten Lambert Friedrich Corfey gestaltet. Bei einem Spaziergang durch die Innenstadt kannst du alle drei Bauwerke direkt hintereinander besuchen; sie liegen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt. Deshalb werden sie als die "Barockinsel" in Münster bezeichnet.
Die Clemenskirche wurde Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut und besticht vor allem mit ihrem Farb- und Formenschauspiel im Inneren. Beeindruckend wirken hier vor allem die ausladende Deckenmalerei sowie die großen Säulen, die den Hauptaltar einfassen. Lass diesen Anblick auf dich wirken, bevor du zum nächsten Gebäude gehst. Der Erbdrostenhof gehört zurecht zu den beliebtesten Fotomotiven der Stadt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zerstört, von 1953 bis 1970 rekonstruierte es der Landschaftsverband Westfalen-Lippe nach alten Plänen – eine gute Entscheidung! Weiter geht es zur Dominikanerkirche, wo das „Gerhard-Richter-Pendel“ auf dich wartet. Den Mittelpunkt dieses Kunstwerks bildet ein Foucaultsches Pendel mit einer 48 Kilogramm schweren Metallkugel, die im Zentrum des Gebäudes hin- und herschwingt.
Abgerundet wird dein Tag mit einem gemütlichen Abendessen im Mimigernaford. Das Gasthaus im Zentrum Münsters steht für Herzlichkeit und westfälische Spezialitäten aus regionalen Produkten in einem stilvollen, aber auch behaglichen Ambiente. Kleiner Fun Fact am Rande: Mimigernaford war der Name einer sächsischen Siedlung aus dem 8. Jahrhundert, die Keimzelle der heutigen Stadt.