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Das Schloss Nordkirchen - ein Bauwerk von J.C. Schlaun
© Christoph Steinweg
Auf den Spuren des Barockbaumeisters
Schloss trifft Schlaun

Schloss trifft Schlaun

Auf den Spuren des Barockbaumeisters

Die Epoche des Barock war die Blütezeit zahlreicher Adelssitze im Münsterland. Eine hohe Anzahl an verschiedenen Barock-Bauwerken ist glücklicherweise auch heute noch zu finden. Verantwortlich für viele der Bauten war vor allem ein Mann: Johann Conrad Schlaun. Seine Werke sind weit über die Grenzen des Münsterlandes hinaus bekannt und prägen etliche Stadtbilder. Dazu gehört das Schloss Münster, das Schloss Nordkirchen, das Haus Rüschhaus und sehr viele mehr. Die imposanten Größen, die geschwungenen Formen und schmückenden Elemente – da schlägt das Herz von Designfans höher. Wie wäre es mit einer zwei- oder dreitägigen Kurzreise nach Münster? Entdecke im Folgenden, welche architektonischen Highlights aus Schlauns Feder die Stadt und die Nachbarorte noch so zu bieten haben.

Schlauns Schätze in Münster

Schlaun hat viele Jahre in Münster gelebt. Entsprechend ist die Universitätsstadt voll von seinen prächtigen Bauten. Du kannst die Gebäude entweder im Rahmen einer öffentlichen Stadtführung betrachten oder auf deine eigene „Schlaun-Entdeckungstour“ gehen. Auf deiner Liste sollte natürlich unbedingt das 1787 erbaute Schloss Münster stehen. Einst residierte hier Münsters vorletzter Fürstbischof: Maximilian Friedrich von Königsegg-Rothenfeld. 

Der Erbdrostenhof ist eines der bedeutendsten Baudenkmäler der Stadt und ein wahres Juwel der Barocken Baukunst. Er ist Dienstgebäude des LWL und beherbergt heute eine bedeutende Sammlung an historischen Instrumenten. Nicht zu vergessen sind die Clemenskirche und das Lotharinger Kloster. Die Überwasserkirche wurde zwar nicht von Schlaun entworfen, hier wurde er aber bestattet.

Und solltest du doch mal eine Pause von Schlaun brauchen: Flaniere auf dem schönen Prinzipalmarkt in der Altstadt, genieße ein Picknick am Aasee oder genehmige dir eine leckere Mahlzeit in einem der vielen Restaurants am Hafen. Münster kann noch viel mehr als nur "Barock". 

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Schloss Münster
© Münster Marketing/ Dagmar Schwelle

Das Schloss in Münster wurde 1767 gebaut und war bis 1803 fürstbischöfliche Residenz. Heute ist es Sitz und Wahrzeichen der Westfälischen Wilhelms-Universität.

Tipp: Nutze die Gelegenheit und mache auch einen Spaziergang durch den botanischen Garten des Schlosses. Hier erwarten dich circa 8.000 unterschiedliche Pflanzenarten.

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Überwasserkirche
© Münsterland e.V./ Philipp Fölting
Überwasserkirche

Im Jahr 1773 wurde Schlaun hier bestattet. Eine Gedenktafel soll daran erinnern. Neben dem Paulusdom ist die Überwasserkirche, auch Liebfrauenkirche genannt, die älteste Kirche der Stadt Münster. Die Aufzeichnungen gehen zurück bis ins Jahr 1040.

Tipp: In der Kirche finden regelmäßig Veranstaltungen, Ausstellungen und andere Kunstaktionen statt. Ein Blick ins Innere lohnt sich also.

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Lotharinger Kloster
© Münsterland e.V./ Philipp Fölting
Lotharinger Kloster

Die barocke Kirche des Lotharinger Klosters, das letzte Werk von Schlaun, war später Teil einer Kaserne, dann Wohnraum und schließlich Raum für das Stadtarchiv. Heute ist die Chorfrauenkirche oder Lotharinger Kirche ein Ort zum Heiraten. 

Tipp: Flaniere durch das beschauliche Martiniviertel mit seinen kleinen Gassen, seiner vielfältigen Gastronomie und den historischen Bauten. 

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Erbdrostenhof
© Münsterland e.V./ Philipp Fölting

Der barocke Erbdrostenhof wurde als Adelspalais von Schlaun für den Münsterschen Erbdrosten Adolf Heidenreich Freiherr von Droste zu Vischering von 1753 bis 1757 erbaut.

Tipp: Er bildet zusammen mit der Clemenskirche und der Dominikanerkirche die „Barockinsel“ an der Salzstraße und ist Münsters schönster Adelshof. Besuche auch die anderen Bauwerke!

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Clemenskirche in Münster
© Münster Marketing/ Dagmar Schwelle
Clemenskirche

Die etwas versteckt liegende Clemenskirche wurde nach den Plänen von Johann Conrad Schlaun in den Jahren von 1745 bis 1753 für die Barmherzigen Brüder errichtet.

Tipp: Du kannst die Kirche zum Teil auch von innen besichtigen. Sonn- und Feiertage können hier aber eine Ausnahme sein.

Schlauns Westfälisches Versailles

Neben Münster hat Schlaun natürlich auch im Umland seine baulichen Spuren hinterlassen. Zu seinen Meisterwerken zählen ganz eindeutig das Schloss Nordkirchen und der dazugehörige Schlosspark. Nicht umsonst ist es als das „Westfälische Versailles“ bekannt. Der Bau dieses imposanten Palais im Ort Nordkirchen hat mehrere Jahrzehnte gedauert. Um die ganze Geschichte über das Bauwerk zu erhalten, solltest du unbedingt die 1,5-stündige Führung durch das Anwesen buchen. Im Anschluss der Führung kannst du zum Beispiel einen Bummel durch die Schlossgemeinde unternehmen.

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Das imposante Schloss Nordkirchen
© Münsterland e.V./Christoph Steinweg

Das Schloss wurde von Fürstbischof Friedrich Christian von Plettenberg in Auftrag gegeben. Gottfried Laurenz Pictorius begann den Bau, Johann Conrad Schlaun vollendete das barocke Wasserschloss nach 30 Jahren.

Tipp: Während der vorgesehenen Zeiten der Führungen kannst du im à-la-Carte Restaurant, welcher sich im Gewölbekeller befindet, speisen.

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Schlosspark Nordkirchen
© Münsterland e.V./Christoph Steinweg

Die Schlossgebäude sind von einem rund 172 Hektar großen Schlosspark umgeben. Ein Obstgarten, die Orangerie, 23 Alleen, Baumriesen und mehr als 100 Skulpturen laden zum Erkunden ein. 

Tipp: Besonderer Anziehungspunkt des Schlosses ist die rekonstruierte Venusinsel.

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Schlaun-Café in Nordkirchen
© Münsterland e.V./ Philipp Fölting
Schlaun-Café

Ursprünglich ein Küsterhaus, heute Hotel, Restaurant und Café in einem: das Schlaun-Café. Es liegt nur circa einen Kilometer von der Schlossanlage entfernt. Ein weiteres Werk von Schlaun.

Tipp: Das Café wird durch die hauseigene Konditorei beliefert. Ein Kaffee mit Kuchen oder einer anderen süßen Spezialität ist hier ein absolutes Muss.

Weitere Werke in der Umgebung

Noch nicht genug von Schlaun? Bei deinem Kurztrip nach Münster gibt es nämlich noch mehr von dem Baumeister zu sehen. Und wenn du schon mal in der Region bist, solltest du die Nr.1-Aktivität überhaupt im Münsterland machen: Fahrrad fahren. In Münsters direkter Umgebung sind weitere toller Häuser zu finden, zum Beispiel das charmante Haus Rüschhaus im Stadtteil Nienberge. Um dort hinzukommen, kannst du die 100-Schlösser-Route nehmen. Auf der gemütlichen Strecke lässt du den Trubel der Stadt hinter dir und genießt die Ruhe der Natur. 

Du hast mehr Ausdauer? Dann wäre eine Fahrt zum historischen Ortskern von Nottuln ebenfalls empfehlenswert. Auch hier hat sich Schlaun verewigt und der schmucken Stadtmitte ein barockes Aussehen verliehen.

Haus Rüschhaus Haus Rüschhaus
© Münsterland e.V./ Philipp Fölting
Haus Rüschhaus

Das Haus Rüschhaus wurde zwischen 1745 und 1749 erbaut und diente Schlaun als sein eigener Landsitz. Für die Gestaltung des Hauses vereinigte er innen wie außen Merkmale bäuerlicher und repräsentativer, herrschaftlicher Architektur. Darüber hinaus ist es als Erinnerungsstätte an die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff bekannt. Sie wohnte im Rüschhaus mit ihrer Familie und zog sich gern zum Schreiben hierhin zurück. Unter anderem entstand hier „Die Judenbuche“. Ein Besuch des barocken Anwesens lohnt sich schon allein wegen der idyllisch anmutenden Außenanlage, welche zu den Öffnungszeiten frei zugänglich ist. Das Droste-Museum, sprich die Innenräume, kannst du im Rahmen einer persönlichen Führung besichtigen.

Johann Conrad Schlaun: Meister des barocken Bauens

Jetzt hast du bereits einige Informationen rund um Johann Conrad Schlaun erfahren. Doch es gibt noch weitere spannende Fakten über den bedeutendsten Barock-Architekten Westfalens. Geboren wurde er 1695 in Warburg im ehemaligen Fürstbistum Paderborn. Nach der Schule absolvierte Schlaun sowohl eine militärische Grundausbildung als auch eine Ingenieursausbildung. Nachdem er mit seinen Bauwerken rund um Paderborn Eindruck machte, folgte die Übernahme in die münsterische Armee, die bessere Karrieremöglichkeiten bot. 

Seine Heimat, seine Wahlheimat Münster und andere Städte in NRW verdanken ihm einige ihrer schönsten Bauten. Dazu gehören Jagdschlösser, Stadthäuser, Kirchen und sogar ganze Städte (Nottuln). Schlauns Markenzeichen war die Kombination von beigem Sandstein, Rotbackstein und weißen Sprossenfenstern – dieser Baustil ging als „Westfälische Sinfonie“ in die Geschichte ein. 

Tipps rund um deine Reise

Tipps zur Übernachtung

Stilvoll übernachtest du im Schloss Wilkinghege vor den Toren von Münster. Innerhalb der historischen Mauern erwartet dich eine wunderbare Kombination aus Moderne und Tradition. Mit dem Haus Rüschhaus liegt eines der schönsten Bauwerke Schlauns nur 3,5 km vom Schlosshotel entfernt. 

Mitten in der Stadt und nur wenige Meter vom Hauptbahnhof in Münster entfernt liegt das renommierte Hotel Kaiserhof. Seit 125 Jahren verwöhnt das familiengeführte Hotel seine Gäste mit herzlicher Gastlichkeit. Von hier aus erreichst du alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt bequem zu Fuß oder, typisch für Münster, mit dem Fahrrad.

Tipps rund um Essen & Trinken

Bereits in vierter Generation führt die Familie Deckenbrock das traditionsreiche Restaurant Kleiner Kiepenkerl. Das Fachwerkhaus in der Nähe des Prinzipalmarktes gehört nicht nur zu den beliebtesten Fotomotiven der Stadt, sondern ist auch das bevorzugte Ziel für Kenner der westfälischen Küche.

Tipps zur Anreise

Anreise mit der Bahn:

Münster ist von allen größeren Städten mit der Bahn erreichbar. Regelmäßige ICE- und IC-Verbindungen verbinden Münster mit den den größten deutschen Städten. Direkt vor dem Bahnhof befinden sich der Busbahnhof und die Fahrradstation von Münster.


Anreise mit dem Auto

Münster erreichst du mit dem Auto über die Autobahnen A 1 (Köln-Hamburg) und A 43 (Wuppertal-Münster). Am Stadtrand findest du mehrere P+R- Parkplätze. Im Innenstadtbereich leitet dich ein Parkleitsystem zu den verschiedenen Parkhäusern und Parkplätzen.

Reiseangebot Schloss trifft Schlaun

Der Erbdrostenhof ist ein Juwel in Münster Der Erbdrostenhof ist ein Juwel in Münster
© Münsterland e.V.
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Das Münsterland im Blog

Schloss Münster Schloss Münster
© Münster Marketing/ Dagmar Schwelle
Die Bloggerin von "Black dots white spots" hat die Pauschale "Schloss trifft Schlaun" für dich getestet

Auch Bloggerin Susi von "Black dots white spots" war auf den Spuren des Barockbaumeisters J.C. Schlaun unterwegs. Sie hat jedoch noch einige Abstecher zu anderen Attraktionen auf ihrer individuellen Reise gemacht. Erfahre, wie sie die oben erwähnten sowie weitere Sehenswürdigkeiten im Münsterland erlebt hat. Hier geht es zu ihrem Beitrag über Münster. Und in diesem Beitrag erfährst du mehr über ihre persönlichen Highlights in der Umgebung Münsters.

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