Haus Rüschhaus
Wer den kleinen Parkplatz am Haus Rüschhaus ansteuert, wird nicht ahnen, welches Kleinod spätbarocker Architektur sich hinter dem kleinen Wäldchen befindet. Nur wenige Kilometer von der Innenstadt Münsters entfernt, ist das Haus Rüschhaus ein beliebtes Ziel bei Radfahrenden und Wandernden. Der hübsche Gräftenhof beheimatet heute das Droste-Museum, welches an eine der bedeutendsten deutschsprachigen Dichterinnen des 19. Jahrhunderts erinnert.
Die Anfänge des Bauwerks liegen jedoch im Dunklen; er stand schon im 14. Jahrhundert im Eigentum der Bischöfe von Münster. Was man weiß: Der westfälische Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun baute es von 1745 bis 1749 zu seinem eigenen Landsitz aus. Für die Gestaltung des Hauses vereinigte er innen wie außen Merkmale bäuerlicher und repräsentativer, herrschaftlicher Architektur. Der Gräfteninsel gab er eine klar umrissene Form und legte einen dem damaligen Stil entsprechend symmetrisch gegliederten Nutz- und Ziergarten an.

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