Radtouren zum Tag des offenen Denkmals

Deutschlands größtes Kulturevent steht in den Startlöchern: Am 14. September findet erneut der Tag des offenen Denkmals statt. Zahlreiche Denkmäler in Deutschland öffnen ihre sonst häufig verschlossenen Türen für Besucherinnen und Besucher. Das Motto dieses Jahr lautet: "Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?". Entdecke auf der offiziellen Seite des Aktionstages alle teilnehmenden Denkmäler und weitere Infos.

Eine Radregion

Nutze diese besondere Gelegenheit und statte den interessanten Denkmälern der Region einen Besuch ab. Typisch Münsterländisch natürlich auf dem Fahrrad. Also ab auf die Leeze! Hier findest du Radtouren auf den Spuren der Denkmäler. Die GPS-Daten aller Touren findest du ganz unten auf dieser Seite.

Hinweis:
Die hier vorgestellten Radtourentipps zum Tag des offenen Denkmals können an einzelnen Stellen vom ausgewiesenen Radwegenetz abweichen, um die Denkmäler direkt zu erreichen. Bitte beachte stets die aktuellen Verkehrsgegebenheiten und die geltende Straßenverkehrsordnung. Der Münsterland e.V. übernimmt keine Verantwortung für eventuelle Fehler in den Tourenbeschreibungen und -tracks.

Die rund 67 km lange Rundtour startet am Bahnhof Marbeck-Heiden und führt dich durch die idyllische Parklandschaft des Münsterlands. Auf flacher Strecke geht es vorbei an Borken in Richtung Raesfeld.

In Raesfeld erwartet dich ein echtes Highlight: das imposante Schloss Raesfeld, das mit seiner bewegten Geschichte beeindruckt. Ursprünglich im 12. Jahrhundert errichtet, wurde es im 17. Jahrhundert unter Graf Alexander II. von Velen zu einem prächtigen Residenzschloss im Stil der Renaissance umgestaltet. Der markante Turm mit seinen 52,5 Metern gilt übrigens als der höchste Schlossturm Westfalens! Die Schlossanlage umfasst Oberburg, Vorburg, die sogenannte Schlossfreiheit mit Kapelle sowie den angrenzenden Tiergarten, der zum Spazieren einlädt.

Unweit des Schlosses befindet sich das historische Ackerbürgerhaus. Das um 1800 erbaute Dreiständerhaus mit Backsteingefachen und pfannengedecktem Satteldach wurde aufwendig restauriert und zeigt heute eindrücklich ländliche Baukultur und Dorfgeschichte.

Von Raesfeld aus führt der Weg über Klein Reken und Maria Veen nach Reken. Dort erwarten gleich zwei besondere Baudenkmäler. Die Rekener Turmwindmühle, eine der ältesten und schönsten ihrer Art in Westfalen, erhebt sich weithin sichtbar auf einem Hügel. Der Bau begann 1775 und wurde 1807 vollendet. Rund um die Mühle vermittelt ein kleines Freilichtensemble mit Nebengebäuden wie Backhaus und Bienenhaus anschaulich das frühere Alltagsleben.
Nur wenige Schritte entfernt liegt die Alte Kirche St. Simon und Judas, ein Sakralbau aus dem 12. Jahrhundert. Besonders bemerkenswert sind die kunstvollen Glasfenster, die den Innenraum in farbiges Licht tauchen.

Die letzte Etappe deiner Tour führt dich schließlich durch Heiden zurück zum Bahnhof Marbeck-Heiden, wo sich die Runde schließt – mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck.

Alle Öffnungszeiten der Denkmäler und ggf. Infos dazu, ob eine Anmeldung notwendig ist, findest du auf der offiziellen Seite des Aktionstages.

Start- und Zielpunkt dieser 44 km langen und abwechslungsreichen Radtour ist der Bahnhof in Coesfeld. Von hier aus folgst du dem Lauf der Berkel durch die grüne Parklandschaft des Münsterlands – vorbei an Flamsche in Richtung Lette. Schon bald erreichst du das erste Highlight direkt am Radweg: die Letteraner Windmühle. Die 1813 errichtete Mühle ist täglich zwischen 10 und 17 Uhr für Besucherinnen und Besucher geöffnet.

Nur wenige Kilometer weiter lohnt sich ein Stopp am Alten Bahnhof Lette. Das charmante, historische Gebäude beherbergt heute ein Eisenbahnmuseum. Hier tauchst du ein in die Eisenbahngeschichte des Westmünsterlandes – inklusive originaler Technik wie einem mechanischen Stellwerk.

Anschließend führt dich der Weg durch das Naturschutzgebiet Welter Bach, ein stiller, grüner Rückzugsort mit typischer münsterländischer Parklandschaft. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann einen kurzen Abstecher nach Rorup machen und dort die Pfarrkirche St. Agatha besichtigen – oder noch ein paar Kilometer weiter zum spirituellen Zentrum der Region: dem Kloster Gerleve. Die imposante Benediktinerabtei liegt eingebettet in sanfte Hügel und ist ein Ort der Ruhe und Einkehr.

Nun geht es nach Coesfeld. Hier wartet mitten in der Innenstadt das Walkenbrückentor – das letzte erhaltene Stadttor der ehemaligen mittelalterlichen Stadtbefestigung. Einst Zollstation, später Gefängnis, beherbergt das Tor heute das Stadtmuseum. Am 14. September hat es zwischen 14 und 17 Uhr geöffnet.

Durch den grünen Stadtpark geht es weiter zur Alten Synagoge – einem der wenigen erhaltenen jüdischen Gotteshäuser in Westfalen. Errichtet zwischen 1807 und 1810, steht das historische Gebäude als stilles Zeugnis jüdischen Lebens in Coesfeld. Auch hier werden am Tag des offenen Denkmals zwischen 14 und 17 Uhr Führungen angeboten.

Den Abschluss deiner Tour bildet ein Blick auf das Stadtschloss Coesfeld, bevor du gemütlich zum Bahnhof zurückradelst.

Alle Öffnungszeiten der Denkmäler und ggf. Infos dazu, ob eine Anmeldung notwendig ist, findest du auf der offiziellen Seite des Aktionstages.

Start- und Zielpunkt dieser 64 km langen Radtour ist der Bahnhof in Warendorf. Von dort geht es direkt in die historische Innenstadt auf den Marktplatz. Am Tag des offenen Denkmals öffnen hier gleich neun Gebäude ihre Türen, darunter das Arbeiterwohnhaus Gadem, das Bürgerhaus, die Christuskirche, die Stellmacherei, das ehemalige Lehrerseminar, das Landgestüt NRW, das Martin-Luther-Haus, die Stiftskammer in der Petrikapelle sowie das Theater am Wall. Welches wirst du besuchen?

Von der Ems aus führt die Route stadtauswärts nach Müssingen und weiter durch die malerische Münsterländer Parklandschaft in Richtung Everswinkel. Dort warten zwei Fachwerkhäuser im Ortskern auf Besucherinnen und Besucher. Über die Ortsteile Alverskirchen und Wolbeck fährst du anschließend nach Telgte, wo in der Bahnhofsstraße ein weiteres Fachwerkhaus im Rahmen einer Führung um 15 oder 16 Uhr besichtigt werden kann – ein Bau aus dem 16. Jahrhundert, der derzeit umfassend saniert wird. Bei einer Führung erhältst du spannende Einblicke in die Baustelle des 2024 unter Denkmalschutz gestellten Fachwerkhauses. 

Hinter Telgte geht es zunächst ein Stück entlang der Ems, bevor die Tour durch die Kulturlandschaft des Münsterlandes zurückführt: über Einen, vorbei an Milte und schließlich wieder nach Warendorf, wo dein Ausflug am Bahnhof endet.

Alle Öffnungszeiten der Denkmäler und ggf. Infos dazu, ob eine Anmeldung notwendig ist, findest du auf der offiziellen Seite des Aktionstages.

Wer im Kreis Steinfurt mit dem Rad unterwegs sein möchte, wählt diese 62 km lange Tour. Start- und Endpunkt ist der Bahnhof in Nordwalde. Hier in Nordwalde wartet das erste Highlight auf dich: die St.-Dionysius-Kirche, wo am Tag des offenen Denkmals um 15 Uhr eine Orgelführung und um 17 Uhr ein Orgelkonzert stattfindet.

Von dort führt die Route durch Felder und Wiesen zur Gräftenhofanlage Reckfort, die von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden kann. Das über 400 Jahre alte Anwesen besteht aus fünf Gebäuden, die vollständig von einer Gräfte umgeben sind. Mittelpunkt ist das Haupthaus mit Herdfeuer, ergänzt durch ein Museum, das die Geschichte alter Herdfeuergeräte erlebbar macht.

In Altenberge erwartet dich die historische Eiskelleranlage (11 - 16.30 Uhr geöffnet) einer ehemaligen Brauerei. Wenige Kilometer weiter, in Laer, lädt das Haus Rollier (11 - 18 Uhr geöffnet) zum Besuch ein – ein hübsches Ackerbürgerhaus mit Bauerngarten aus der Zeit um 1800.
Durch die typische Münsterländer Parklandschaft geht es weiter nach Horstmar, bekannt für seine Burgmannshöfe, und Richtung Leer, wo gleich zwei geöffnete Mühlenanlagen auf dich warten: Wennings Wassermühle und Müllerkotten sowie Schmeddings Doppelmühlenanlage

Über die RadBahn Münsterland führt der Weg zum Wasserschloss Haus Alst bei Steinfurt. Das 1624 in der niederländischen Renaissance erbaute Bauwerk ist bewohnt, öffnet jedoch am Tag des offenen Denkmals seine Außenanlagen. Eine Führung durch Dr. Burchard Graf von Westerholt beginnt um 15 Uhr.

In Borghorst wartet zum Abschluss das HeinrichNeuyBauhausMuseum (11 - 17 Uhr geöffnet), das seit 2011 spannende Einblicke in die Welt des Bauhauses bietet. Schwerpunkt sind Arbeiten von Heinrich Neuy und anderen Bauhausschülern und -lehrern. Von hier führt die Tour zurück nach Nordwalde, wo die Rundfahrt am Bahnhof endet.

Alle Öffnungszeiten der Denkmäler und ggf. Infos dazu, ob eine Anmeldung notwendig ist, findest du auf der offiziellen Seite des Aktionstages.

Auch in Münster öffnen diverse Denkmäler zum Aktionstag ihre Pforten. Ein paar davon kannst du bei der folgenden 33 km langen Rundtour abfahren. Start- und Zielpunkt sind der Hauptbahnhof von Münster. Von hier aus geht es in die Innenstadt. Da das Radfahren dort nur zu bestimmten Zeiten erlaubt ist, empfiehlt es sich, auf die Verkehrszeichen zu achten und gegebenenfalls zu schieben.

Erster Halt ist der Erbdrostenhof, ein barockes Meisterwerk Johann Conrad Schlauns. Besonders sehenswert sind der Festsaal und das prachtvolle Treppenhaus. Weiter geht es zum Prinzipalmarkt, der „guten Stube“ Münsters, mit dem Rathaus des Westfälischen Friedens. Im historischen Friedenssaal wurde 1648 der Dreißigjährige Krieg beendet. Die Ratskammer mit Gesandtenporträts und die Bürgerhalle zeugen von europäischer Geschichte.

Der nächste Stopp ist der Kachelsaal im Bischöflichen Palais, erreichbar über den Kreuzgang des Doms. Weiß-blaue Majolika-Kacheln aus dem 17. Jahrhundert schmücken den rekonstruierten Rokokoraum.

Anschließend geht es zum LWL-Landeshaus und dem Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen, wo Führungen zwischen 12 und 16 Uhr angeboten werden. Auf der Promenade warten der Zwinger (Führung um 15 Uhr) und der nahegelegene Buddenturm, der letzte erhaltene Wehrturm der Stadtmauer.

Aus der Innenstadt hinaus führt die Tour nach Kinderhaus zum Heimathof am Max-Clemens-Kanal. Weiter durch die Münsterländer Parklandschaft erreicht man das Haus Rüschhaus, Wohnsitz von Annette von Droste-Hülshoff, dessen zauberhafter Garten zwischen 14 und 16 Uhr besichtigt werden kann.

Über Gievenbeck geht es zur Oxford-Kaserne, einer eindrucksvollen Kasernenanlage aus den 1930er-Jahren mit Bruchsteinmauern und Terrassen. Der Rückweg führt am Aasee entlang zurück zum Hauptbahnhof Münster.

Alle Öffnungszeiten der Denkmäler und ggf. Infos dazu, ob eine Anmeldung notwendig ist, findest du auf der offiziellen Seite des Aktionstages.

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