Hohe Mark RadRoute

Hohe Mark RadRoute

Auf der Hohe Mark RadRoute übernimmt die Natur die Hauptrolle. Der ca. 280 Kilometer lange Radweg im südlichen und westlichen Münsterland begeistert mit großen Seen, stillen Teichen, tiefen Wäldern und weiten Horizonten – eine überraschend vielseitige Landschaft. Seltene Feuchtwiesen und Auenlandschaften sind die Heimat zahlloser Vögel und Insekten. Außerdem fühlen sich Wildrinder, Flamingos, Wildpferde, Wölfe, Feldhasen und Fischotter im Naturpark wohl. In den Nebenrollen glänzen Schlösser, Burgen und charmante Orte. Eine Radtour voller Überraschungen!

Durch zwei ebenfalls ausgeschilderte Querspangen ist die Hohe Mark RadRoute in drei Rundkurse zwischen 113 und 130 km teilbar. Querspange 1 (Borken – Raesfeld) ist 10,3 km und Querspange 2 (Reken – Hervest) 32,1 km lang. Egal, für welche Runde du dich entscheidest – Erholung, Ausgleich und Naturerleben sind immer garantiert.

Bühne frei für malerische Landschaften

Da die Hohe Mark RadRoute ein Rundkurs ist, kannst du starten, wo es dir gefällt! Wie wäre es mit Olfen
Die malerischen Steverauen in dem Ort sind ein toller Auftakt für zahlreiche Naturerlebnisse entlang des Radweges. Wildrinder, Konikpferde und Poitouesel besiedeln die Ufer des kleinen Flusses, der sich in seinen Auen zu einem Naturparadies entwickelt hat. Mit vielen wunderbaren Eindrücken fährst du dann raus aus Olfen. Immer am Wasser entlang, vorbei am Punkt, wo sich der Dortmund-Ems-Kanal und Wesel-Datteln-Kanal treffen. 

Die Seestadt mit viel Natur

Du erreichst Haltern am See – auch hier ist Wasser das bestimmende Element. Plane etwas Zeit für eine Bootstour auf dem Stausee ein und genieße wunderschöne Seeblicke. Zum Haltern-Pflichtprogramm gehört auch die Westruper Heide. Die sandigen Wege, nur wenige Meter vom Stausee entfernt, sind Fußgängerinnen und Fußgängern vorbehalten. Ein Spaziergang durch die Stille der Natur ist ein echtes Highlight – vor allem im August und September, wenn die Heide blüht.

Baukunst im Grünen

Dann verlässt du für einige Zeit das Münsterland, radelst durch Dorsten und Schermbeck, um schließlich in Raesfeld zu landen. Schon aus der Entfernung ist das romantische Wasserschloss der Gemeinde nicht zu übersehen. Hinter dem Schloss liegt mit dem historischen Tiergarten ein Schmuckstück für Naturfans. Durchquere den Park auf drei ausgeschilderten Routen.

Bevor es weiter nach Isselburg geht, kommst du noch an der Dingdener Heide vorbei. Ein idyllisch gelegenes, von Fichten- und Laubwäldern umschlossenes Erholungsgebiet. Die Natur hier ist geprägt durch ein Mosaik aus Grünland, Äckern, Kleingehölzen, Wallhecken, Laubwäldchen und Kiefernwäldern. 

Große und kleine Schätze im Naturpark Hohe Mark

Der Wasserburg Anholt gehört die Aufmerksamkeit zum Auftakt des zweiten Teils der Radroute. Die mächtige Burg und das interessante Museum sind alleine eine Reise wert. Direkt angrenzend befindet sich der Biotopwildpark Anholter Schweiz. Wölfe, Luchse und viele weitere Tierarten leben hier in großen Gehegen inmitten sanfter Natur. Mittelpunkt des Parks bildet das "Schweizer Häuschen" inmitten des Sees. 

Weiter geht es nach Bocholt: Die Stadt gehört zu den größten und lebendigsten Städten im Münsterland. Nicht nur ein Bummel durch die Fußgängerzone lohnt sich, sondern auch eine Umrundung des Aasees. Unweigerlich führt dich der Weg dabei zu den interessanten Ausstellungen im historischen Textilwerk.

Du radelst an der Gemeinde Rhede vorbei zum nächsten Natur-Höhepunkt: Nahe der niederländischen Grenze erwartet dich mit dem Burlo-Vardingholter Venn ein besonders schützenswertes Feuchtgebiet.

Die wilde Romantik des Naturparks

In der Kreisstadt Borken warten gleich mehrere sehenswerte Orte: der Pröbstingsee mit seinem benachbarten Waldgebiet, die wunderschöne Burg Gemen sowie der Apothekergarten und der Garten Picker. Du hast die Qual der Wahl.
Schließlich geht es weiter nach Velen, wo dieses Schmuckstück besucht werden sollte: Der historische Tiergarten am Schloss Velen. Die formal konzipierten Wege stehen im schönen Kontrast zu der wildromantischen Vegetation. Dann übernehmen mehrere Naturschönheiten wieder die Regie: das Naturschutzgebiet Kuhlenvenn in Gescher, das schwarze Venn in Heiden und die Heubachwiesen im Norden von Reken. Sie sind Heimat vieler wiesenbrütender Vögel, denen die Feuchtwiesen hervorragende Lebensbedingungen bieten.

Die letzten Wildpferde Europas

Deutlich größer sind die prominentesten Bewohner des Merfelder Bruchs bei Dülmen. Hier leben Europas letzte Wildpferde fast ohne jeden menschlichen Kontakt. Die widerstandsfähigen Vierbeiner ziehen zumeist ruhig und gelassen durch die waldreiche Umgebung. Ein letztes Highlight steht aber noch auf dem Programm: der Dülmener Wildpark! Der Park zählt zu den schönsten Parkanlagen im Münsterland und beherbergt viele einheimische Tiere. Darunter Damwild, Schafe und Heidschnucken, die dort vollkommen frei leben. Und damit ist Dülmen der letzte größere Ort, bevor die Hohe Mark RadRoute wieder den Ausgangsort Olfen erreicht.

Die schönsten Naturerlebnisse

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© Münsterland e.V./Long-Nong Huang

Die Steverauen in Olfen bieten einen wunderbaren Einstieg in die Hohe Mark RadRoute. Zwischen Heckrindern und Konikpferden hat sich eine einzigartige Landschaft am Flüsschen Stever entwickelt. Gäste können zahlreiche seltene Tierarten beobachten und die Steverauen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Kanu entdecken.

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© Münsterland e.V./Philipp Fölting
Stauseen Haltern am See

Die Stauseen von Haltern am See gehören zu den beliebtesten Ausflugszielen im Münsterland. Schöne Radwege führen um den See und geben immer wieder den Ausblick auf das Gewässer frei. In den Sommermonaten locken das Strandbad, der Klettergarten und das Ausflugsschiff an den See.

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© Münsterland e.V./Long-Nong Huang

Die sandigen Böden der Westruper Heide bei Haltern am See bieten ein einzigartiges Naturschauspiel. Wacholder und Heidekraut werden von wunderschönen Wanderwegen durchzogen. Seltene Pflanzen und Tiere haben in das geschützte Gebiet Einzug gehalten. Das leicht wellige Profil bietet immer wieder neue Perspektiven über die unterschiedlichen Naturräume der Westruper Heide.

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© Münsterland e.V./Sebastian Lehrke

Einfach traumhaft sind die Wander- und Fahrradwege durch den historischen Tiergarten am Schloss Raesfeld. Heideflächen wechseln mit tiefen Wäldern ab, kleine Bäche münden in malerische Seen und weite Lichtungen gehen in Streuobstwiesen über. Direkt am Schloss Raesfeld gelegen ist der historische Tiergarten eine wahre Oase der Ruhe.

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© Münsterland e.V./Sebastian Lehrke
Dingdener Heide

Die Dingdener Heide bei Hamminkeln, Bocholt und Rhede ist ein wertvolles Naturschutzgebiet im Naturpark Hohe Mark. Die abwechslungsreiche Kulturlandschaft mit Wiesen, Hecken, alten Eichen und Feuchtbiotopen bietet Lebensraum für bedrohte Arten wie den Steinkauz oder die Feldlerche. Auf ausgeschilderten Wegen lässt sich die Heide wunderbar zu Fuß oder mit dem Rad erkunden.

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© Münsterland e.V.

Eine besondere Attraktion enlang der Hohe Mark RadRoute stellt der Biotopwildpark Anholter Schweiz dar. In den sieben unterschiedlichen Biotopen leben etwa 50 Tierarten - von der Gans bis zum Wolf. Die 6 Kilometer langen Wege führen auch durch den großen "Bärenwald". Ein echter Blickfang ist das "Schweizer Häuschen" inmitten des Sees.

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© Münsterland e.V./Sebastian Lehrke

Abenteuer Moor: Das Naturschutzgebiet Burlo-Vardingholter Venn und Entenschlatt zwischen Borken und Rhede lädt zum Erkunden und Staunen ein. Seltene Vogelarten, Moorfrosch und Schlingnatter finden hier ein geschütztes Zuhause. Auf markierten Wegen entdeckst du Moor, Heide und seltene Pflanzen wie Wollgras und Sonnentau – auch grenzüberschreitend in die Niederlande. Bitte beachte die Brutzeiten von Mitte März bis Mitte Juni.

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© Münsterland e.V./Sebastian Lehrke

Der Pröbstingsee bei Borken ist ein echtes Paradies für Erholungssuchende und Aktivurlauber. Ob Radfahren, Spazierengehen, Tretbootfahren oder Klettern – hier kommt jeder auf seine Kosten. Ein großer Abenteuerspielplatz begeistert Kinder, das Bootshaus lädt zum Verweilen ein. 

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© Münsterland e.V./Philipp Fölting

Das Schloss Velen ist Ausgangspunkt für einen Abstecher in den historischen Tiergarten. Schöne Wege führen durch den dichten Wald, in dem Wasserläufe und kleine Lichtungen besonders reizvoll wirken. Der von Johann Conrad Schlaun konzipierte Park zeigt heute noch seine barocke Hauptachse und den sechsarmigen Jagdstern.

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© Münsterland e.V./Kai Marc Pel
Kuhlenvenn

Im Kuhlenvenn bei Gescher zeigt sich das Münsterland von seiner stillen, naturbelassenen Seite. Das rund 35 Hektar große Naturschutzgebiet mit Moorresten, Feuchtwiesen und alten Baumreihen ist ein wertvoller Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere. Besonders im Frühjahr und Herbst lohnt sich ein Besuch, wenn zahlreiche Vogelarten hier rasten. Ein kleiner Rundweg lädt zum achtsamen Naturgenuss ein.

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© Münsterland e.V./Sebastian Lehrke

Das Schwarze Venn bei Heiden ist ein kleines, aber bedeutendes Naturschutzgebiet im Naturpark Hohe Mark. Ehemals ein Hochmoor, prägen heute Feuchtwiesen, Moorreste und strukturreiche Waldränder das Bild. Seltene Arten wie der Moorfrosch oder das Wollgras finden hier ein Zuhause. Ein idyllischer Rundweg führt dich durch stille Natur.

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© Münsterland e.V./Maximilian Lehrke

Die Heubachwiesen in Reken sind auf jeden Fall einen Zwischenstopp wert. Feuchte Wiesen, Kleingewässer und Hecken bieten bedrohten Arten wie dem Kiebitz, der Bekassine und dem Laubfrosch ein geschütztes Zuhause. Auf dem Naturerlebnispfad mit Aussichtskanzel kannst du die artenreiche Vogelwelt beobachten.

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© Münsterland e.V./Long-Nong Huang

Kurz vor Dülmen erwartet dich im Merfelder Bruch die einzigen Wildpferde Deutschlands. Die Pferde leben ganzjährig in dem wunderschönen Gelände mit großen Wäldern und sattgrünen Wiesen. Höhepunkt des Jahres ist der Wildpferdefang, bei dem die jungen Hengste von der Herde getrennt werden. Ein einzigartiges Erlebnis.

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Die Hohe Mark Radroute auf einen Blick

  • 280 km
  • 3 Rundkurse
  • leicht
  • ausgeschildert
  • Mehrtagestour
  • Natur
  • 2 Querspangen (10 & 32km)
  • 10 Etappen
  • Haltern am See
  • Heiden
  • Raesfeld
  • Bocholt
  • Isselburg
  • Rhede
  • Borken
  • Velen
  • Reken
  • Dülmen
  • Olfen
  • Gescher
  • Coesfeld
Die Hohe Mark Route erhält 4 Sterne.
© ADFC
Vom ADFC klassifizierte Qualitätsradroute

Der ADFC klassifiziert Radfernwege und vergibt für ihre Qualität Sterne. Bis zu fünf Sterne sind möglich, je höher ihre Zahl, desto mehr Qualität wird Radreisenden auf der Strecke geboten. Die Hohe Mark RadRoute erhält vier Sterne. Bewertet werden zum Beispiel Wegebreite, Verkehrsbelastung oder auch die Anbindung an Bus und Bahn.

Deine Fragen zur "Hohe Mark Radroute"

Die hohe Mark Radroute ist als Einschubschild/ Piktogramm in die rot-weiße Radverkehrswegweisung integriert. Das Einschubschild befindet sich direkt unterhalb der Zielwegweiser. Durch die Einbindung in das dichte, münsterlandweite Radwegenetz mit Knotenpunktsystem fällt Ortsunkundigen die Orientierung besonders leicht.

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