Kaum hast du das Schloss Nordkirchen verlassen, umgibt dich wieder die ländliche Ruhe des Münsterlandes. Mit Freude radelst du auf den Radwegen immer in Richtung Norden bis zur 3-Burgen-Stadt Lüdinghausen. Besonders zwei Burgen haben es uns hier besonders angetan. Von der Innenstadt kommend erblickst du zuerst die Burg Lüdinghausen. Die Wege rund um die Burg führen bis in den Burghof des historischen Sandsteingebäudes. Verbunden durch eine weitläufige Grünanlage gelangst du zu einem Juwel der münsterländer Schlösser- und Burgenwelt: Die Burg Vischering gehört ganz bestimmt zu den schönsten Burgen in Deutschland. Mächtig, aber keineswegs abweisend, deuten ihre dicken Mauern ihre Wehrhaftigkeit an. Das Museum der Burg ist auf jeden Fall eine Empfehlung. Modern, anschaulich und wunderbar in das historische Bauwerk integriert, erzählt es von Geschichte und Geschichten. Und wer wollte nicht mehr über das Halsband des Lambert von Oer erfahren?
Mag die Geschichte auch etwas gruselig sein, die Burg Vischering umsorgt ihre Besucher heutzutage besonders herzlich. Im Café Reitstall ist die schokoladige "Vischering-Torte" ein wahrer Klassiker. Ein besonders süßer Genuss mit Blick auf die malerische Hauptburg. Weit über die Grenzen der Stadt hinaus ist die Backkunst von Ritter Helmut bekannt. Sein ofenwarmes Brot gehört auf jeden Fall als Wegzehrung in deine Fahrradtasche. Meistens schafft es jedoch den Weg aus der Burg erst gar nicht, sondern wird gleich an Ort und Stelle an einem der Picknicktische verzehrt.
So geht es gut gestärkt noch einmal in den Sattel. Auf dem letzten Abschnitt bis Ascheberg könntest du die Zeit fast vergessen. Hier zeigt sich das Münsterland von seiner ländlich entspannten Seite. Unter dem weiten Horizont liegen Pferdehöfe, stattliche Bauernhäuser und kleine Marienkapellen. Schon vom Weitem sind die Kirchtürme der St.-Lambertuskirche von Ascheberg zu sehen.
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